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Frisst Dich Dein innerer Druck auf?

Bestimmt kennst Du auch das Gefühl, dass nichts mehr reicht. Die Zeit ist einfach nicht ausreichend für die Familie, die Arbeit, den Haushalt, einkaufen, kochen, Arztbesuche und so weiter. Irgendwann haben wir das Gefühl, selbst nicht mehr auszureichen. Und obwohl wir alles tun und alles geben, können wir doch nicht alles „gut genug“ machen. Was erwarte ich von mir selbst? Gab es vielleicht eine Situation, in der Du schon mal warst, wo Du die Erfahrung gemacht hast, nicht genug zu sein. Nimm Dir Zeit, Dich selbst zu beobachten, was Dir Druck macht. Was ist Dein Selbstbild über Dich, was Dich dazu bringt, das Gefühl zu bekommen, nichts und niemanden gerecht zu werden.


Wenn ich mit meinen Coachees spreche, bekomme ich ganz oft das Feedback, dass sie über sich denken, sie wären „faul“ oder bringen Dinge nie zu Ende. Wenn ich sie dann frage, wie sie auf die Idee kommen, müssen sie erstmal überlegen. Denn oft haben wir einen Glaubenssatz in uns gespeichert, den wir gar nicht mehr hinterfragen. Wir haben den vielleicht von außen so oft gehört, dass wir ihn selbst als inneres Mantra abgespeichert haben und der uns bewusst steuert, und uns unter Druck setzt.

Deshalb schenk Dir die Zeit, wirklich mal zu hinterfragen, ob Du wirklich faul bist. Oder ob Du vielleicht einfach gerade mal verschnaufst, Luft holst, Dich ausruhst, Kraft tankst, Energie auflädst. Manchmal benötigen wir auch einfach mal etwas Ruhe. Vielleicht weil der Schritt, den wir davor gegangen sind, so groß war. Vielleicht aber auch als Vorbereitung für den nächsten großen Schritt, der auf uns wartet und uns bevor steht.


Es gibt natürlich auch andere Gründe. Wenn Du Dich vor irgendwas immer drückst und nicht erledigen willst, dann ist es vielleicht auch nicht “Deine Aufgabe”. Dann ist das vielleicht etwas, was überhaupt nicht Deinem Naturell entspricht. Dann ist das vielleicht eine Aufgabe, die Du weniger machen solltest. Finde für Dich die Aufgabe, die Dir Spaß macht, bzw. mehr Spaß macht. Wenn Du tagtäglich eine Arbeit verrichtest, die überhaupt nicht Spaß macht, dann solltest Du vielleicht mal schauen, was Dir stattdessen mehr Spaß bringen würde. Und nur, weil Dir eine Aufgabe mal viel Spaß gebracht hat, heißt das nicht, dass es heute immer noch so sein muss. Vielleicht brauchst Du gerade etwas Abwechslung, oder Wachstum?


Es kann aber auch sein, dass Du Angst hast davor, eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen, weil Du Angst davor hast, was sein könnte, wenn Du diese Aufgabe erledigt und zu Ende gebracht hast. Es kann ganz viele Gründe haben, umso wichtiger ist es, Dich da mal hinzusetzten, und hinzuschauen und für Dich herauszufinden, was genau bringt Dir der Stress und er Druck. Ist es etwas, was Du Dir selbst auferlegst, oder wird das wirklich so und in dem Ausmaß von Dir erwartet.


Mir geht es oft so, und Dir vielleicht auch, dass ich an manchen Tagen enorm produktionsfähig und aktiv sein kann, ohne, dass es mir irgendetwas ausmacht. Da kann ich früh aufstehen und leg gleich los. Die Wohnung putzen, irgendwelchen Kleinkram erledigen, Arbeiten, Sport machen und alles gut gelaunt und ausgeglichen. Und dann gibt es auch wieder Tage, da fällt mir alles schwerer und früher habe ich von mir genau das gleiche Pensum und die gleiche Laune von mir erwartet. Und in diesen Momenten ist es einfach gut, wenn wir weniger machen. Du kannst ja jeden Tag Dein Bestes geben, aber es ist eben nicht immer das gleiche Pensum. Und das muss es auch nicht sein. Dann ist in diesen Momenten, wo wir nicht so viel Power haben, einfach Selbstfürsorge dran. Für uns zu sorgen, auf uns zu achten. Und das heißt ja jetzt nicht gleich, dass wir den ganzen Tag auf der Couch liegen. Gar nicht. Sondern schau in den Momenten, wie Du Dinge einfacher gestalten kannst. Zum Beispiel beim Einkaufen und Kochen. Keep it simple. Schenke Dir in diesen Momenten die Aufmerksamkeit, die Du gerade brauchst. Vielleicht auch eine Meditation, ein Spaziergang. Es muss ja nicht immer die Joggingrunde sein. Und all das, bedeutet eben nicht, dass Du faul bist!!! Das bedeutet Eigenverantwortung, Selbstfürsorge, Selbstliebe! Und wenn Du diesen Clou für Dich herausgefunden hast, wirst Du spüren, wie schön das ist. Welche Verbindung Du zu Dir selbst finden kannst. Wie schön es ist, sich selbst zu lieben, auf sich zu achten. Wie wertvoll Du Dich dann selbst fühlen kannst. Und das ist so schön!

Erlaube Dir wirklich, Dich mehr und mehr zu beobachten, Dich zu reflektieren. Wann Du in bestimmten Momenten gereizt bist und was der eigentliche Auslöser dafür sein kann. Der beste Spiegel von einem selbst sind ja die Kinder. Wenn ich mir Gedanken darüber mache, dass meine Kinder ja heute „gereizt“ reagieren, schau ich gerne mal auf mich selbst. Und oft ist es dann so, dass mir eine Runde Joggen guttun würde, weil ich das einfach brauche, um ausgeglichen zu sein. Und ganz oft war es dann so, dass ich vom Joggen heimgekommen bin, geduscht habe, und wir dann noch eine super schöne Zeit hatten und die Kinder im Grunde total relaxed waren.


Was ist Dein inneres Mantra? Wann hast Du es übernommen? Wann hast Du für Dich geschlussfolgert, dass Du richtig, richtig gut sein musst, damit Du nicht in Gefahr bist. Und wenn Du irgendwo etwas übersiehst, dann kommst Du in Gefahr oder bekommst riesige Probleme. Und das löst natürlich einen riesigen Druck aus.


Die fünf unterschiedlichen Antreiber/ Mantren:

  • Machs perfekt!

  • Mach schnell!

  • Mach es allen recht!

  • Streng Dich an!

  • Sei stark!


Mach gerne den Antreibertest: HIER KLICKEN



  1. Nimm Dir Zeit und beobachte Dich und schau mal, was Dich so antreibt, was Dich so unter Druck setzt.

  2. Und dann schaust Du, woher kommt das? Welche Situation war ähnlich (und hier kannst Du Dir gerne mal noch meine Podcastfolge anhören, bei der es über Ängste geht. Da beschreibe ich nämlich, wie Ängste oft ein Eigenleben kreieren, weil sie ähnliche Situationen, ähnliche Auslöser zusammenfügen und dann gleich reagieren)

Hinterfrage genau, was Du denn genau nicht schaffst” und geh immer tiefer rein. Hinterfrage, vor wem hast Du das Gefühl, Rechenschaft ablegen zu müssen. Vor wem? Vor Dir? Vor Deinem Chef? Oder vielleicht ist es noch eine Situation von früher, die wir immer und immer mitnehmen in neue Situationen. Und schau hin, was genau ist Deine Angst. Und komm so auf den Kern, wo das Mantra gesetzt wurde. Dann erkenne für Dich, woher kommt das in Wirklichkeit. Und dass Du das dann liebevoll für Dich heilst, das liebevoll für Dich annimmst.


Schaue an, warum und wie setzt Du Dir Deine Ziele?

Sind die Ziele Deine Ziele? Oder sind es Ziele, die Dir andere überstülpen? Oder sind vielleicht die Rahmenbedingungen vorgegeben, die nicht ganz für Dich passen? Denn vielleicht brauchst Du mehr Zeit, mehr Ruhe, Unterstützung, Wissen, ein Team oder wie auch immer.

Und, ganz wichtig: Ist es ein Ziel, das von anderen abhängig ist oder das Du ganz alleine schaffen kannst? Wie willst Du etwas erreichen, was Du gar nicht beeinflussen kannst?

Also schau da gerne nochmal genauer hin und justiere Dein Vorhaben, oder vielleicht musst Du noch ein paar Stellschrauben verändern, damit das formulierte Ziel so für Dich passt. Damit es sich gut anfühlt.

Und dann, darfst Du losgehen. In Deinem Tempo. Mit Deinem Vorhaben. Mit Deiner Motivation und Deiner Willensstärke. Und dann darfst Du Dich feiern, für alles, was Du tust und was Du nicht tust. Feier Dein Leben, denn es ist ein Geschenk!


Wenn Du Feedback an mich hast, wenn Du mit mir in den Austausch gehen willst, dann freue ich mich tierisch darüber. Du kannst mich gerne bei Insta anschreiben, aber auch per Mail.


Von Herzen alles Liebe


Deine Sabine 🦄

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